Drei Fragen an Michael Graser

Michael Graser hat sein Amt als Jugendkoordinator aus Zeitgründen zum 31.08.2016 niedergelegt. „Zeitliche Gründe waren der Hauptgrund, ich kann einfach nicht so viel und am Wochenende auf dem Platz sein, wie es als Jugendkoordinator notwendig ist.“ erklärt Michael Graser seinen Rückzug. Dem Verein Rot-Weiss Lintorf wird er in anderen Funktionen erhalten bleiben und sich u.a. um die Trainerfortbildung, den U11 Deichmann-Cup und die Kooperation mit dem MSV Duisburg kümmern.

Vor seinem Rückzug wurde noch folgendes 3-Fragen-Interview geführt:

Zur Person:
Name: Michael Graser:
Alter: 46
Funktion bei RWL: ehemaliger Jugendkoordinator
Bei RWL seit: 2006
Größter Erfolg im Fußball: A-Jugend Niederrheinauswahl

Die letzte Saison für RWL lief sehr gut. Kann dieser Erfolg wiederholt werden?
Das stimmt, die letzte Saison war wirklich top. U17 und U13 aufgestiegen. U15 knapp in der Quali zur Niederrheinliga gescheitert. Dies zu wiederholen wird schon sehr schwer. Die Qualität in den Klassen ist gestiegen und dort müssen wir uns erstmal durchsetzen und etablieren. Von der U13 und der U15 erwarten wir, dass sie die Klasse halten. Hier wollen wir uns langfristig entwickeln. Die U17 besteht aus vielen Spielern, die schon letztes Jahr mit der U15 in der Leistungsklasse Meister wurden. Hier wollen wir schon oben mitspielen, Platz 1-4 sollte möglich sein. Aber ich bin mir sicher, dass wir die Klasse haben, uns festzusetzen und eine gute Saison zu spielen.

RWL hat vor kurzen einen Kooperationsvertrag mit dem MSV Duisburg abgeschlossen. Wird RWL nun der Ausbildungsverein von MSV?
Es wird nicht davon ausgegangen, dass jetzt plötzlich alle Spieler zum MSV wechseln. Das können wir auch gar nicht beeinflussen, da ja auch die Spieler und die Eltern dazu was zu sagen haben. Aber die Kooperation eröffnet uns viele Möglichkeiten. Unserer Trainer können beim MSV hospitieren und sich so weiterentwickeln. Dies verbessert unsere Trainingsqualität und somit die Ausbildung der Spieler. Auch gibt es die Möglichkeit, dass MSV Trainer bei uns Trainings durchführen, was wieder unseren Spielern zugutekommt.
Uns ist es wichtig, ein altersgerechtes Training anzubieten und den Kindern und Jugendlichen einen sicheren Raum zur Entwicklung zu geben. Aber natürlich werden Kinder und Jugendliche, die sich besonders gut entwickeln, die Chance bekommen, beim MSV ein Probetraining zu absolvieren und so eventuell in ein sehr gutes Nachwuchsleistungszentrum zu wechseln. Diese Perspektiven kann nicht jeder Verein bieten.

Stichwort: Ausbildung. Wie will RWL Spieler neben dem Training weiter fördern?
Das Training ist natürlich erstmal das wichtigste, um unsere Kinder und Jugendlichen auszubilden und hier muss ich vor allem unseren Trainern danken, die hier hervorragende Arbeit leisten und äußerst engagiert sind.
Uns ist es mehr als wichtig, dass alle unsere Trainer, ob Leistungsmannschaft oder Breitensport, qualifiziert sind. Gerade erst haben wir mit dem Kreis 1 eine C-Lizenz-Ausbildung bei uns auf dem Platz durchgeführt, wo fünf Trainer von uns die C-Lizenz erworben haben. Ab der D-Jugend-Leistungsklasse haben wir Trainer mit B- und A-Lizenzen. Die Trainer sollen altersgerecht trainieren und die Entwicklung positiv unterstützen.
Neben dem sehr guten Training haben wir verschiedene Fördertrainings eingeführt.
Da haben wir einmal unser Torwarttraining einmal in der Woche ab der D-Jugend. Hierdurch sollen unsere Torwarte positionsspezifisch ausgebildet werden. Hier haben wir ein sehr gutes Trainerteam, das sich sehr intensiv um unsere Spieler kümmern.
Um unsere Kinder und Jugendlichen spielerisch weiter zu fördern, führen wir einmal im Monat ein Straßenfußballturnier für die E- bis D-Jugend durch. Hier wollen wir den Straßenfußball simulieren und in den altersgemischte Mannschaften ohne Eingriff durch einen Trainer Fußball spielen.
Und zu guter Letzt haben wir mit Sebastian Kiesel einen Fördertrainer für Technik und Kreativität. Ein Schwerpunkt liegt hier auf der Handlungsschnelligkeit. Diese Förderung soll allen ab der E-Jugend zugutekommen.
Alle Zahnräder greifen hier ineinander, um so unseren Kindern und Jugendlichen eine gute Fußballausbildung zu geben. Aber das wichtigste dabei ist der Spaß und die Freude am Fußballspielen.

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